Entdeckung der Krankheit Alzheimer

Der deutsche Nervenarzt Alois Alzheimer entdeckte die Krankheit Alzheimer. Er beobachtete Patienten und stellte die These auf, dass es sich bei der rasch verschlimmernden Gedächtnisschwäche um eine Krankheit handelt.

Seine bekannteste Patientin war Auguste Deter, die Alois Alzheimer im Jahre 1901 nach ihrer Einlieferung in die Frankfurter Klinik über einen langen Zeitraum hinweg beobachtete. Sie litt zu dieser Zeit bereits seit fünf Jahren unter Wahnvorstellungen und Eifersuchtsideen. Die Patientin war orientierungslos, konnte die einfachsten Handgriffe im Haushalt nicht mehr allein verrichten, fühlte sich verfolgt und versteckte Gegenstände. Wenn man ihr Fragen stellte, verstand sie diese nicht und gab Antworten, die keinen Sinn ergaben. Sie hatte ihr Erinnerungsvermögen fast vollständig verloren, ihr Gedächtnisverlust war ein Rätsel. Auffällig waren auch ihre Stimmungsschwankungen. Ihre Gefühle wechselten blitzartig zwischen Angst, Misstrauen und Selbstmitleid.

Nach ihrem Tod untersuchte Alzheimer Auguste Deters Gehirn. Er fand verklumpte und verknäulte Eiweißablagerungen in der gesamten Hirnrinde und viele abgestorbene Nervenzellen. Alzheimer entdeckte so den wichtigsten Mechanismus der Krankheit: Die Ablagerungen führen zum Tod der Nervenzellen und lassen die gesamte Hirnsubstanz schrumpfen. Die vielen Milliarden von Verschaltungen zwischen den Nervenzellen, die ein Leben lang alle Erinnerungen gespeichert haben, gingen damit verloren.

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