Nachbarschaftshilfe

Wenn ein Verwandter oder vielleicht ein Nachbar von Dir erkrankt ist, der noch zu Hause lebt, so ist dieser häufig auf fremde Hilfe bei den täglichen Handgriffen angewiesen. Nicht immer wird ein Betreuungsdienst engagiert oder ist eine Hilfsperson zur Stelle. Dann ist Hilfe gefragt.

Denk daran, dass bei Erkrankten die Defizite zwar zunehmen, aber vieles noch möglich ist. So kann der Demenzkranke noch lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben, wenn man ihn fördert und lässt. Dazu muss man lernen, wie man helfen kann, ohne zu verletzen. Denn auch demenzkranke Menschen möchten würdig leben.

Oft hilft es, wenn man für einen Demenzkranken einen Weg erledigen kann oder ihn vielleicht bei einem Gang zur Post oder beim Einkaufen begleitet. Denn häufig können sich Menschen mit Demenz nur noch schlecht orientieren oder vergessen unterwegs, wo sie sich befinden und weshalb sie eigentlich aufgebrochen sind. Kalkuliere das mit ein und informiere Dich am besten vorher darüber, was z.B. erledigt oder eingekauft werden sollte.

Vielleicht kannst Du auch helfen, ein Telefonat zu erledigen oder bei der Zubereitung von Mahlzeiten helfen. Häufig fällt es Menschen mit Alzheimer schwer, einen regelmäßigen Essensrhythmus einzuhalten, da sie sich nicht daran erinnern, ob sie bereits gegessen haben. Dann ist es hilfreich, wenn täglich jemand nach ihnen schaut und sich vergewissert, dass der Kranke bereits etwas gegessen hat oder dass Nahrung im Haus ist. Gut ist es, wenn man bei der Zubereitung der Mahlzeit helfen und noch so lang dabeibleiben kann, bis der Teller geleert ist. Wundere Dich aber nicht, wenn Dich Deine kranke Oma oder Dein Opa bzw. Dein Nachbar oder Deine Nachbarin jeden Tag neu nach Deinem Namen fragt.

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