Filmtipps

 

STILL ALICE - MEIN LEBEN OHNE GESTERN

Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland (Julianne Moore) plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer. Ihre jüngste Tochter Lydia (Kristen Stewart), die sich in Los Angeles als Schauspielerin versucht, ist die erste, die bemerkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles wie immer, nur dass sich Alice der Freundin von Sohn Tom (Hunter Parrish) gleich zweimal vorstellt. Doch auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John (Alec Baldwin) es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt betroffen sein.
Anders als ihre schwangere ältere Schwester Anna (Kate Bosworth) lässt Lydia sich selbst nicht testen. Statt sich um die eigene Zukunft zu sorgen, will sie lieber für ihre Mutter da sein, selbst wenn ihr Verhältnis nicht immer das einfachste war. Ein gemeinsamer Sommer im Strandhaus der Familie schweißt sie enger zusammen denn je. Und als Alices Zustand sich zusehends verschlechtert, ist es ausgerechnet ihre Jüngste, die für sie die größten Opfer bringt.
(USA 2014, Oscar 2015, Golden Globe)

 

HONIG IM KOPF

"Honig im Kopf" ist die humorvolle Geschichte von Tilda (Emma Schweiger) und ihrem Opa Amandus (Dieter Hallervorden). Nach dem Tot von Amandus Frau machen sich bei ihm zunehmend Anzeichen der Alzheimer-Krankheit bemerkbar. Schnell wird klar, dass Amandus nicht mehr ohne Unterstützung leben kann. Amandus Sohn Niko (Til Schweiger) beschließt daraufhin seinen dement werdenden Vater zu sich und seiner Familie zu holen. Was Amandus Enkelin Tilda freut ist Nikos Frau ein Dorn im Auge. Amandus stellt durch seine stärker werdende Vergesslichkeit und seine unberechenbaren Aktionen das ohnehin durch den Berufsalltag angespannte Familienleben auf eine harte Probe. Nachdem Amandus fast das Familienhaus abfackelt, muss auch Niko einsehen, dass sein Vater nicht mehr bei Ihnen wohnen kann und in ein Heim ziehen soll.
Als Tilda von dem erneuten Umzug Wind bekommt, schnappt sie sich heimlich ihren Opa und tritt mit ihm eine chaotische und spannende Reise an, um Amandus' größten Wunsch zu erfüllen: Noch einmal Venedig sehen.
(D 2014, Goldene Lola 2015)

AN IHRER SEITE

Seit 50 Jahren sind Fiona und Grant verheiratet. Der Lebensabend verspricht glücklich zu werden – bis Fiona immer stärker unter Gedächtnisverlust leidet und man Alzheimer bei ihr diagnostiziert. Schon bald darauf beschließt sie, sich selbst in ein Pflegeheim, das auf Fälle wie ihren spezialisiert ist, einzuweisen. Zum ersten Mal in ihrer Ehe werden die beiden getrennt. Und eine altmodische Aufnahmebestimmung des Pflegeheims Meadowlake sieht vor, dass in den ersten 30 Tagen des Aufenthalts kein Angehöriger die Patienten besuchen darf, damit diese sich ungestört einleben können. Als Grant seine Frau nach diesen 30 Tagen erstmals besucht, erkennt Fiona ihn nicht wieder. Schlimmer noch, ihre ganze Zuneigung gehört jetzt vielmehr Aubrey, einem anderen Heimbewohner. Als Aubrey eines Tages wieder von seiner Frau Marian nach Hause geholt wird und Fiona daraufhin in eine schwere Depression verfällt, erkennt Grant, dass ihm das größte Opfer an die gemeinsame Liebe noch bevorsteht...
(CDN 2006, Originaltitel: Away From Her)

 

DER TAG, DER IN DER HANDTASCHE VERSCHWAND

Frau Mauerhoff wird es unheimlich. In eindringlichem Flüsterton erzählt sie, dass etwas Unfassbares vor sich geht. Was sie nicht weiß, ist, dass sie ihr Gedächtnis verliert und neuerdings in einem Duisburger Heim lebt. Die Kamera scheint ihre Verbündete zu sein, und sie steht mit ihr in ständigem Dialog.
(D 2001, Adolf-Grimme-Preis 2002 in Gold)

 

DIE BLAUEN UND DIE GRAUEN TAGE

Weil Gedächtnis und Orientierungssinn sie immer öfter im Stich lassen, zieht die alte Lotte Hansen zu ihrem Sohn und dessen Familie. An "blauen Tagen", erklärt die Seniorin ihren Enkelinnen, denkt sie glasklar. An "grauen" weiß sie kaum wer sie ist und irrt panisch durch die Stadt. Leider häufen sich die grauen Tage. Zum Glück kennt sie Senioren, die eine ansprechende Rentner-WG ins Leben rufen wollen… (D 1999)

 

IRIS

Das Drama Iris zeigt in drastischen, jedoch authentisch wirkenden Bildern den physischen und psychischen Verfall einer Demenz-Patientin. Die namhafte Schriftstellerin Iris Murdoch ist mit den Vorarbeiten für ein neues Buch beschäftigt, als die ersten Symptome der Alzheimer-Krankheit bei ihr auftreten. Sie schafft es nicht, das Wort Puzzle über ihre Lippen zu bringen und hinterfragt dessen Bedeutung. In der Folgezeit wiederholt sie ständig Wortfetzen, ohne es zu bemerken. Nach medizinischen Tests werden die seinerzeit größte englische Romanautorin und ihr Ehemann John Bayley mit der Diagnose Alzheimer konfrontiert. (GB 2001)

 

DER SCHRECKEN DES VERGESSENS

Diana erzählt Jack von ihrer Alzheimer-Erkankung. 
Diana McGowin ist Mitte 40, arbeitet am Gericht und versorgt nebenbei ihre Familie. Seit Jahren ist sie der Doppelbelastung ausgesetzt, was ihr nie Probleme bereitet hat. Plötzlich aber wird Diana vergesslich. Sie verlegt Dinge, verschludert Termine, kann sich Namen nicht mehr merken. Zunächst versucht sie sich mit Notizzetteln und Kladden weiterzuhelfen, doch als das Problem der Vergesslichkeit stärker wird, sucht sie einen Arzt auf. Die Diagnose ist ein Schock: frühzeitiges Alzheimer. 
(USA/CDN 1999, Originaltitel: Forget Me Never)

 

MEIN VATER

Eine junge Familie ist soeben in das eigene Reihenhaus gezogen. Die Renovierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, als sie nachts einen Anruf erhalten, der Großvater sei in ein Auto gelaufen. Richard hat sich nur leicht verletzt, aber allen wird durch diesen Vorfall klar, dass er nicht mehr alleine leben kann. Der alte Mann leidet seit einiger Zeit an einer irreversiblen Demenz, deren Ursache die Alzheimer-Krankheit ist. (D 2002, Emmy-Award 2003)

 

CLAIRE - SICH ERINNERN AN DIE SCHÖNEN DINGE

Claire leidet an Gedächtnisschwäche. Sie wird in einer Spezialklinik aufgenommen, wo sie auf den traumatisierten und depressiven Philippe trifft. Zwischen den beiden entsteht eine immer intensiver und sinnlicher werdende Leidenschaft. Dank Claire findet Philippe seine Freude am Leben wieder. Claire jedoch versinkt immer tiefer im Vergessen, trotz aller Unterstützung von Philippe. Nur noch in Maßen kann er ihr das Leben, das aus ihr flieht, erleichtern: durch Berührungen, Worte und kleine Zettel, die überall in der Wohnung angebracht sind, als Wegweiser durch den immer komplizierter zu bewältigenden Alltag.
(F 2001, Originaltitel: Se Souvenir Des Belles Choses)

 

DER SOHN DER BRAUT

Rafael Belvedere hat ein sehr ausgefülltes Leben. Die meiste Zeit telefoniert er mit dem Handy wegen seines Restaurants, streitet mit Lieferanten und seiner Ex-Frau. Mit letzterer nicht wegen des Restaurants, sondern wegen der gemeinsamen Tochter Vicky. Der ganze Stress wird gekrönt von Rafaels Mutter Norma, die mit Alzheimer ihre Tage in einem Heim fristet. Ihr geht es augenscheinlich nicht schlecht, immerhin wird sie von ihrem Mann Nino täglich besucht. Nun möchte er eine alte Sünde wiedergutmachen: Damals vor vielen Jahren verwehrte er seiner Verlobten die kirchliche Trauung, für ihn eine Gewissensfrage, für sie hätte es die Märchenhochzeit sein sollen, von der alle einfachen Mädchen träumen. Nun will er ihr diesen großen Wunsch erfüllen.
(RA 2001, Originaltitel: El Hijo De La Novia)

 

APFELSINEN IN OMAS KLEIDERSCHRANK

Die Dokumentation in Form einer DVD gibt am Beispiel des 16-jährigen Daniel und seiner Oma Anna einfühlsame Einblicke in das familiäre Zusammenleben mit einer Demenzkranken. Die zwei Filme 'Erzähl doch mal von früher, Oma' und 'Die Frau im Spiegel' zeigen Wege auf, wie man als junger Mensch mit Demenzkranken respektvoll umgehen kann und Zugang zu ihrer fremden Welt findet. Das ausführliche Begleitmaterial (Arbeitsblätter, Grafiken, Hintergrundinfos) bietet viele Möglichkeiten das Thema Demenz gerade jüngeren Menschen auf einfühlsame und anschauliche Art und Weise zu vermitteln. (D 2007)

Ralf Schnabel und Wilma Dirksen: Apfelsinen in Omas Kleiderschrank. Filme zur Alzheimer-Krankheit mit didaktischem Begleitmaterial. Köln: Kuratorium Deutsche Altershilfe, Vertrieb FWU Institut für Film und Bild 
ISBN 978-3-935299-95-8

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